Basiskenntnisse - Handeln im X-Universum
Das Handeln
- Make Money
- Make More Money
Oder anders ausgedrückt: Kaufe oder produziere Waren zum günstigsten Preis und verkaufe sie zum höchsten Preis.
X ist ein Universum, dass für den frischen Akademieabsolventen eine Menge Überraschungen und Risiken, aber auch große Gewinnmöglichkeiten bereithält.
Ob man sich nun mit Schweiss auf der Stirn und einem Frachtraum voller Raumkraut durch die argonischen Sektorpatroullien in Erzgürtel blufft, dem wahnwitzigen Versuch erliegt, beim Feilschen mit einem Teladi die Oberhand behalten zu wollen, oder einfach nur die Gier nach Waffen im Split-Territorium befriedigen will, während einem die lokalen Piraten an den Laderaum wollen.
Der Handel in X folgt dem altbekannten Prinzip von Angebot und Nachfrage.
Ist eine Ware in einem Sektor nur knapp vorhanden, so lässt sich dieses Gut mit hohen Gewinn dort verkaufen.
So wird sich jeder Besucher des X-Universums Anfangs nach jedem Credit strecken müssen, um sich einen der tollen M3 Jäger leisten zu können, mit denen man vor den
Raumfenstern der Bars einer Handelsstation beim Andocken so viel Eindruck bei den Damen machen kann.
Unterscheiden kann man zwei Arten der eigenen Handelsexistenz, die meist auch so in chronologischer Reihenfolge ablaufen.
1. Der freie Warenhandel
Beim freien Warenhandel versucht man als Spieler, bei Fabriken und Handelsstationen eines Sektors Waren günstig einzukaufen und diese Waren dann mit Gewinn zu verkaufen.
Hier ist es sinnvoll, sich als Spieler möglichst frühzeitig einen Frachter mit grossem Laderaum zu organisieren und diesen mit einem Sprungantrieb und den beiden teladianischen Erweiterungen Schnäppchen- und Verkaufspreisfinder auszustatten.
So ist man immer für den jeweiligen Sektor über die günstigsten Angebote und die höchsten Abnehmerpreise bestens informiert. Der Sprungantrieb besitzt in X3 eine grössere Bedeutung, da man jetzt nicht zögern sollte, für eine gutes Geschäft schon mal ein paar Sektoren entfernt wieder zu verkaufen, was allerdings im normalen Flug von Tor zu Tor einfach zu langwierig wird und einem ev. Ein lästiger Konkurrent zuvor kommen könnte.
Vorteil. Man kann sehr gezielt der Nachfrage hinterher spüren und enorme Gewinne erzielen Risiko: Man kann auch zu spät kommen und auf seiner Ware sitzen bleiben. Zudem erfordert dieser Handel meist die volle Aufmerksamkeit des Spielers.
Wenn mal genügend Geld erwirtschaftet wurde kann der Spieler sich auch autonome Einzelhändler einstellen, die mit Hilfe der Handelssoftware MK3 selbstständig den freien
Warenhandel im Auftrag des Spielers weiterführen, wenn dieser sich mehr auf den Aufbau von Fabriken, dem Schutz seines Eigentums oder mal wieder das Universum vor dem Untergang retten muss.
2. Der Aufbau von Fabriken und Produktionsketten
Mit dem Aufbau von eigenen Fabriken nimmt man selber die Produktionskette in die Hand und stellt seine Fabriken an günstigen Standorten auf.
So kann man sich selbst eine solide Umsatzbasis aufbauen und auch gezielt Engpässe in der lokalen Sektorwirtschaft ausnutzen und langfristig für einen Aufschwung in den betroffenen Sektoren sorgen.
Zudem hat man eine gleichmäßige Einkommensbasis geschaffen, die weniger stark den Schwankungen von Angebot und Nachfrage ausgesetzt ist.
Die ganz reichen „Ich weiß gar nicht mehr wohin mit meinem Geld“ -Typen ( ja genau die, die nur noch mit Ihrem M6 herumzockeln und ständig jede Werft anbetteln müssen, doch bitte endlich noch einen Dockingplatz für ihr aufgemotztes Angeber-M5 einzubauen ) bauen sich auch gerne komplette Produktionsketten für Waffen und Schilde, um unabhängiger vom meist nicht ausreichenden Angebot der lokalen Ausrüstungsdocks zu sein.
Vorteile: Solide Einkommensbasis, günstige Möglichkeit, den eigenen Bedarf an bestimmten Gütern zu befriedigen
Nachteile: Hoher Investitionsbedarf, Risiko eines festen Standortes bei Überfällen, pflegeintensive Frachterflotte.
Nebeneinkünfte
Asteroidenabbau
Wenn man sehr der Geologie zugeneigt ist und auch einen dreckigen Job nicht scheut, kann man sich seinen Frachter mit einer Ausrüstung zum mobilen Bergbau ausstatten. Hier hat man Anfangs relativ wenig Kosten in die Ausrüstung zu stecken und kann sich dann auf den zwar mühseligen und gefährlichen, aber ebenso lohnenden Weg machen, in den Asteroidengebieten von Erzgürtel oder Minen des Imperators nach Silizium oder Erz zu schürfen.
Aber Vorsicht, manch einer hat vor lauter Entdeckerglück nicht die sich nähernden Piraten bemerkt oder mit etwas zuviel Raumkraut im Kopf den Abstand zum nächsten Felsbrocken etwas zu optimistisch eingeschätzt und wurde so Teil des immerwährenden Kreislaufes der chemischen Elemente…
Einzelne Aufträge
Als Neuling im X-Universum lohnt sich immer ein Blick auf das schwarze Brett ( BBS ) einer jeden Fabrik oder Raumstation. Hier erfährt man Klatsch und Tratsch, mitunter lebensrettende Neuigkeiten, bspw. wenn gerade der Nachbarsektor von einem Überfall der gefährlichen Kh`aak heimgesucht wird, auch zwielichtige Angebote an erfahrenen Kopfgeldjäger oder eben auch lukrative Handelsgeschäfte, bei denen es Aufgrund von unglücklichen Zwischenfällen darauf ankommt, eine best. Ware zu einer best. zeit an einen best. Ort zu liefern, incl. lohnender Boni.
Der Geldfluss und die Investitionen, oder was tun mit den Kröten?
Anfangs wird sehr unterschätzt, was bei dem Aufbau einer Fabrik noch an weiteren Investitionen nötig ist. Zuerst will mal der gemietete TL bezahlt sein, der einem Neueinsteiger die Fabrik an den Wunschstandort liefert. Hier kann es sich fatal auswirken, wenn der Spieler versäumt, die fällige Rechnung bei jedem Torsprung zu bezahlen. Der TL-Kapitän fackelt da nicht lang herum sondern verkauft dann den Inhalt seines Laderaums sofort, was meist den Verlust der gerade frisch erworbenen Fabrik für den Spieler bedeutet.
Fabrik gebaut, was dann? Zuerst heißt es wieder: Geld investieren! Damit die Fabrik arbeiten kann, benötigt sie Rohstoffe und ein Schiff, dass diese für die Fabrik einkauft.
Und so ein Rohstofflager einer Fabrik zu füllen kann durchaus erneut Summen kosten, die dem Kaufpreis der Fabrik kaum nachstehen. Wenn man dann noch einen zweiten Frachter bauen lässt, der die Waren der Fabrik verkaufen soll, wundert man sich, wo bloß das ganze Geld geblieben ist. Gerade der Erstfüllung einer Fabrik mit Rohstoffen sollte man Aufmerksamkeit schenken. Nichts ist schlimmer, als eine Fabrik, die nicht arbeitet, weil das Kapital gerade in der Ware steckt, die auf dem Weg zum Käufer ist.
Wenn man allerdings diese Punkte beachtet hat, sowie die Fabrikeinstellungen den Vorstellungen gemäß konfiguriert hat, kann man sich bald über ein stetiges Einkommen freuen.
Und dann?
Die Erfahrung zeigt, dass es für den friedliebenden Händler, der es sich auch in recht sicheren Sektoren gemütlich gemacht hat, nichts besseres gibt, als das verdiente Geld wieder in neue Fabriken zu investieren.
So erweitert man Stück für Stück seine Einkommensbasis und hat nicht zuviel Kapital unnütz auf der hohen Kante herumliegen.
Wenn man gerade zum dritten mal den Verkaufsfrachter mit vollen Laderaum in einem unsicheren Sektor verloren hat, sollte man sich mal die Anschaffung eines wehrhaften Kampfschiffes zur Sektorpatroullie überlegen und sein Geld dort investieren.
(bogatzky)
Wichtiges Equipment für Händler
So wie ein Kämpfer, muss auch ein Händler gut ausgestattet sein, um profitabel zu arbeiten.
( Angaben über für den Handel benötigte Software und Erweiterungen )
Laderaumerweiterung:
Am lokalen Ausrüstungsdock kann der Spieler den Laderaum seines Schiffes bis zum konstruktionsbedingten Maximum erweitern
Schnäppchenfinder:
Zeigt die günstigsten Angebote eines Sektors an. Wird von der KI nicht genutzt.
Verkaufspreisfinder
Zeigt die besten Verkaufspreise für die Waren im Laderaum an. Wird von der KI nicht genutzt.
Landecomputer:
Für den freien Händler sorgt diese Vorrichtung bei einer Entfernung zur Zielfabrik von unter ca. 5 km für einen sofortigen Andockvorgang, was auf Dauer viel Zeit spart und Nerven schont. Wird von der KI nicht genutzt.
Mineralienkollektor / Bohrlaser
Wird für den Asteroidenabbau benötigt. Beim Bohrlaser die Kompatibilität zum gewünschten Schiffstyp beachten.
Mineralienscanner:
Scannt ab einer Entfernung von unter ca. 10 km Asteroiden nach Mineralienvorkommen und dessen Gehalt.
